Prostatakrebsarten

Wurde ein Prostatakarzinom festgestellt, versucht der Arzt einzuschätzen, wie aggressiv der Tumor ist und, damit verbunden, wie hoch das Risiko ist, dass dieser wachsen oder sich in andere Organe ausbreiten könnte. Hierbei werden neben dem PSA-Wert das Tumorstadium und der Gleason-Score berücksichtigt.

Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das in den Schleimhautzellen der Prostata gebildet wird und zwar nur dort. Es leitet die Verflüssigung der Samen vor dem Samenerguss ein und erhöht die Beweglichkeit der Spermien. Die Bestimmung des PSA-Wertes erfolgt durch einen Bluttest.

Beim Tumorstadium spielt eine Rolle, wie groß der Tumor ist, ob Lymphknoten befallen sind und ob der Tumor sich im Körper ausgebreitet (Metastasen gebildet) hat. Unterschieden werden, mit zunehmender räumlicher Ausbreitung der Erkrankung im Körper, das lokal begrenzte, das lokal fortgeschrittene und das fortgeschrittene bzw. metastasierte Prostatakarzinom.

Der Gleason-Score ist ein Maß für die Bösartigkeit eines Prostatakarzinoms. Er wird von einem Pathologen durch mikroskopische Betrachtung des Tumors bestimmt. Prostatakrebs zeigt im Gewebe unterschiedliche Wachstumsmuster. Zur Bestimmung des Gleason-Scores wertet der Pathologe aus, welches Wachstumsmuster am häufigsten und welches am zweithäufigsten vorkommt. Für diese beiden Wachstumsmuster werden Gradeinteilungen angegeben. Der Gleason-Score ist die Summe beider Gradeinteilungen und reicht von dem für die Vorhersage der weiteren Entwicklung der Erkrankung (Prognose) günstigsten Wert 3 + 3 = 6 bis zu dem für die Prognose ungünstigsten Wert: 5 + 5 = 10. Das häufigste Zellmuster wird immer zuerst angeben.

Basierend auf dem PSA-Wert, dem Tumorstadium und dem Gleason-Score erfolgt eine Einstufung in „niedriges Risiko“, „mittleres Risiko“ und „hohes Risiko“, von der die nachfolgende Therapie abhängt.

Quelle: In Anlehnung an www.prefere.de
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