Prostatakrebs

Prostatakrebs, von Medizinern Prostatakarzinom genannt, ist die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken pro Jahr etwa 67.600 Männer hieran. Die Zahl der Männer, die an dieser Krebserkrankung jährlich sterben, liegt bei etwa 12.100. Dennoch hat sich die so genannte 5-Jahres-Überlebensrate in den letzten Jahren in Deutschland erheblich verbessert: So leben fünf Jahre, nachdem der Prostatakrebs festgestellt wurde, noch 92% der betroffenen Männer. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Erkrankung durch Vorsorgemaßnahmen immer früher erkannt wird, was die Heilungschancen deutlich erhöht.

Wie andere Krebserkrankungen entsteht auch der Prostatakrebs durch die Entartung von Zellen – in diesem Falle von Prostatazellen: Jede Zelle entwickelt sich nach ihrem eigenen Bauplan und hat eine festgelegte Lebensdauer. Wenn dieser Wachstums-Zyklus gestört ist, kann Krebs entstehen. In einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung können sich Krebszellen über die Blut- und Lymphbahnen verbreiten und an anderen Stellen im Körper absiedeln (Metastasen bilden).

Bei etwa jedem zehnten Mann im Alter über fünfzig Jahre wird heute in Deutschland Prostatakrebs festgestellt. Die meisten Männer mit einem früh entdeckten, lokal begrenzten Prostatakarzinom haben trotz dieser Diagnose ein langes Leben – unabhängig davon, welche der Standardbehandlungen sie erhalten.

Quelle: In Anlehnung an Krebs in Deutschland 2007/2008, Robert Koch-Institut, 8. Ausgabe, 2012, und www.prefere.de
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